ProCut Plasma Cutter Anleitung
1. SICHERE VERWENDUNG – GEFAHREN BEIM LICHTBOGENSCHWEISSEN UND PLASMASCHNEIDEN
Lichtbogenschweißen und Plasmaschneiden können Gefahren für Bediener und Personen in der Umgebung verursachen. Zu den Risiken gehören:
- Brand- und Explosionsgefahr
- Stromschlag
- Verbrennungen
- Verletzungen durch bewegliche Teile
- Gefährliche Strahlung
- Rauch, Dämpfe und Gase
Die Einhaltung aller Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften ist zwingend erforderlich.
1.1 Allgemeine Sicherheitsregeln
Zustand und Wartung des Gerätes
- Vor jeder Benutzung Gerät und Zubehör auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen.
- Defekte oder beschädigte Geräte dürfen nicht verwendet werden.
- Beschädigte Ausrüstung ist sofort zu reparieren oder außer Betrieb zu nehmen.
Betrieb und Transport
- Arbeitsbereich absichern und gegen Gefahren schützen.
- Geräte dürfen keine Verkehrswege, Leitern oder Treppen blockieren.
- Herabfallende Gegenstände können schwere Verletzungen verursachen.
- Schwere Komponenten nur mit geeigneten Hebezeugen bewegen.
- Kinder und unbefugte Personen vom Arbeitsbereich fernhalten.
- Das Gerät ist nicht zum Auftauen von Rohrleitungen geeignet.
- Die Verwendung außerhalb des vorgesehenen Einsatzzwecks ist verboten.
Ausbildung
- Installation, Betrieb, Wartung und Reparatur dürfen nur durch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen.
- Bediener müssen im sicheren Umgang mit dem Gerät und in Notfallmaßnahmen geschult sein.
1.2 Stromschlag kann tödlich sein
- Immer trockene Schutzkleidung tragen.
- Niemals auf nassem Untergrund arbeiten.
- Keine elektrischen Anschlüsse oder Steckverbinder berühren, wenn das Gerät eingeschaltet ist.
- Keine spannungsführenden Teile berühren.
- Stromversorgung erst anschließen, wenn alle Anschlüsse korrekt montiert sind.
- Nur trockene und unbeschädigte Schutzhandschuhe verwenden.
- Massekabel möglichst nahe am Arbeitsbereich anschließen.
- Kabel, Brenner und Klemmen regelmäßig auf Beschädigungen prüfen.
- Elektroden niemals im Wasser abkühlen.
- Bei Arbeiten in der Höhe geeignete Absturzsicherung verwenden.
- In engen oder feuchten Räumen besondere Vorsicht walten lassen.
1.3 Lichtbogenstrahlung kann gefährlich sein
Der Lichtbogen erzeugt:
- Ultraviolette Strahlung (schädigt Haut und Augen)
- Sichtbares Licht (Blendwirkung)
- Infrarotstrahlung (Hitzestrahlung)
Diese Strahlung kann direkt oder über reflektierende Oberflächen wirken.
Schutz von Augen und Gesicht
- Schweißhelm oder Schutzschild mit geeignetem Filter verwenden.
- Helm und Schutzschild müssen den geltenden Normen entsprechen.
- Schutz vor Funkenflug und Strahlung sicherstellen.
Körperschutz
- Geeignete feuerfeste Schutzkleidung tragen.
- Nackenschutz kann erforderlich sein.
- Schutzkleidung muss den gültigen Normen entsprechen.
Schutz von Personen in der Umgebung
- Arbeitsbereich durch Vorhänge oder Schutzwände abschirmen.
- Andere Personen auf die Gefahren aufmerksam machen.
- Hilfspersonal muss ebenfalls Schutzkleidung tragen.
1.4 Dämpfe und Gase können gefährlich sein
Beim Schweißen und Plasmaschneiden entstehen Rauch, Dämpfe und Gase, die gesundheitsschädlich sein können.
Die Gefährdung hängt ab von:
- Zusammensetzung der Dämpfe
- Konzentration
- Dauer der Exposition
Für ausreichende Belüftung und Absaugung sorgen. Atemschutz ist nur dann einzusetzen, wenn andere Schutzmaßnahmen nicht ausreichen.
Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen
- Dämpfe nicht einatmen.
- Kopf vom Rauchbereich fernhalten.
- Gute Belüftung sicherstellen.
- In engen Räumen nur mit Aufsichtsperson arbeiten.
- Beim Schweißen verzinkter Materialien zusätzliche Schutzmaßnahmen treffen.
- Nicht in der Nähe chlorierter Lösungsmittel arbeiten.
- Schutzgase können Sauerstoff verdrängen und Erstickungsgefahr verursachen.
1.5 Lärm kann gesundheitsschädlich sein
Dauerhafte Belastung durch hohen Lärmpegel kann das Gehör schädigen.
Maßnahmen:
- Lärmquellen abschirmen.
- Schallschutz verwenden.
- Gehörschutz tragen.
- Zugang zu Lärmbereichen beschränken.
1.6 Brand- und Explosionsgefahr
Brandgefahr
- Brennbare Materialien aus dem Arbeitsbereich entfernen.
- Funkenflug berücksichtigen.
- Feuerlöscher bereithalten.
- Arbeitsbereich nach Beendigung überwachen.
- Heiße Stellen kontrollieren, bis sie vollständig abgekühlt sind.
Explosionsgefahr
Behälter, Fässer oder Tanks, die brennbare oder giftige Stoffe enthielten, dürfen nicht geschweißt oder geschnitten werden – selbst wenn sie gereinigt wurden.
Umgang mit Gasflaschen
- Nur zugelassene Gasflaschen verwenden.
- Flaschen immer aufrecht lagern und sichern.
- Vor Beschädigungen schützen.
- Von Wärmequellen fernhalten.
- Elektroden oder stromführende Teile dürfen Gasflaschen nicht berühren.
- Beim Öffnen des Ventils Gesicht und Kopf fernhalten.
- Schutzkappe beim Transport verwenden.
1.7 Weitere Gefahren
Verbrennungen
- Heiße Teile niemals mit bloßen Händen berühren.
- Vor dem Anfassen ausreichend abkühlen lassen.
- Geeignete Handschuhe und Werkzeuge verwenden.
Gefährlicher Plasmalichtbogen
Der Plasmalichtbogen erreicht extrem hohe Temperaturen und darf niemals auf Personen gerichtet werden.
Verletzungen durch Schweißdraht
Unbeabsichtigtes Betätigen des Brenners kann zum plötzlichen Austritt von Draht führen. Brennerspitze niemals auf Personen richten.
Bewegliche Teile
- Schutzabdeckungen müssen montiert sein.
- Hände, Haare, Kleidung und Werkzeuge von Lüftern und beweglichen Teilen fernhalten.
- Lüfter niemals manuell anhalten.
HF-Zündung und Störungen
Hochfrequenzzündungen können Mobiltelefone, Funkgeräte, Fernseher, Computer und Industrieanlagen stören.
1.8 Weitere Hinweise
Zusätzlich zu dieser Anleitung müssen sämtliche nationalen Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.
1.9 Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen beim Plasmaschneiden
Besondere Gefahren:
- Plasmalichtbogen mit mehreren tausend Grad Celsius
- Intensive Lichtstrahlung
- Metallspritzer beim Durchstechen
- Starke Rauch- und Gasentwicklung
Schutzmaßnahmen:
- Flammhemmende Schutzkleidung tragen
- Lederhandschuhe, Lederschürze und Sicherheitsschuhe verwenden
- Gesicht und Augen schützen
- Schutzbrille mit Schutzstufe DIN 6 verwenden
1.10 Verwendete Symbole
Das Warnsymbol weist auf besonders wichtige Informationen und Sicherheitshinweise hin.
Kapitel 2 – Elektromagnetische Felder (EMF)
Elektrischer Strom, der durch Leiter fließt, erzeugt elektrische und magnetische Felder (EMF). Personen, die Schweiß- oder Plasmaschneidarbeiten durchführen, sollten ihre Belastung durch elektromagnetische Felder möglichst gering halten.
Maßnahmen zur Verringerung der EMF-Belastung
- Schweißkabel möglichst dicht zusammenführen und gegebenenfalls mit Kabelbindern oder Klebeband befestigen.
- Oberkörper und Kopf möglichst weit vom Schweißstromkreis entfernt halten.
- Schweißkabel niemals um den Körper wickeln.
- Nicht zwischen Hin- und Rückleitung stehen.
- Beide Kabel möglichst auf derselben Körperseite führen.
- Massekabel möglichst nahe an der Schneid- oder Schweißstelle anschließen.
- Nicht direkt neben der Stromquelle sitzen, stehen oder sich anlehnen.
- Nicht schweißen oder schneiden, während das Gerät getragen wird.
Warnung für Träger medizinischer Implantate
Die beim Schweißen und Plasmaschneiden entstehenden elektromagnetischen Felder können die Funktion medizinischer Implantate beeinflussen, beispielsweise:
- Herzschrittmacher
- Implantierte Defibrillatoren
- Hörhilfen
- Andere elektronische Implantate
Personen mit solchen Implantaten müssen vor Beginn der Arbeiten ihren Arzt konsultieren und während der Arbeit besondere Vorsicht walten lassen. Ohne ärztliche Freigabe dürfen sie sich nicht im unmittelbaren Bereich von Schweiß- oder Plasmaschneidarbeiten aufhalten.
Kapitel 3 – Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Warnhinweis
Dieses Gerät gehört zur Klasse A und ist für industrielle Anwendungen vorgesehen. Es ist nicht für den Betrieb in Wohngebieten ausgelegt, die über das öffentliche Niederspannungsnetz versorgt werden.
In solchen Umgebungen können elektromagnetische Störungen auftreten, die den Betrieb anderer Geräte beeinträchtigen.
3.1 Allgemeine Informationen
Der Benutzer ist für die ordnungsgemäße Installation und den korrekten Betrieb des Gerätes gemäß den Herstellerangaben verantwortlich.
Treten elektromagnetische Störungen auf, muss der Betreiber geeignete Maßnahmen zur Beseitigung der Störungen ergreifen. Gegebenenfalls sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich, beispielsweise:
- Erdung des Schweißstromkreises
- Abschirmung der Stromquelle
- Installation zusätzlicher Eingangsfilter
- Elektromagnetische Abschirmungen im Arbeitsbereich
Alle elektromagnetischen Störungen müssen soweit reduziert werden, dass keine Beeinträchtigung anderer Systeme mehr besteht.
Schweiß- und Plasmaschneidprozesse können zusätzliche elektromagnetische Störungen verursachen. Für diese Störungen trägt der Benutzer die Verantwortung.
3.2 Beurteilung des Arbeitsbereichs
Vor der Installation des Gerätes sollte der Benutzer mögliche elektromagnetische Auswirkungen auf die Umgebung prüfen.
Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen:
a) Netz-, Steuer-, Signal- und Telefonleitungen in der Umgebung
b) Radio- und Fernsehsender sowie Empfänger
c) Computer und andere elektronische Steuerungen
d) Sicherheitseinrichtungen industrieller Anlagen
e) Personen mit Herzschrittmachern oder Hörgeräten
f) Mess- und Kalibriergeräte
g) Die elektromagnetische Störfestigkeit anderer Geräte im Arbeitsbereich
h) Zeitpunkt der Arbeiten und andere gleichzeitig ausgeführte Tätigkeiten
Der zu betrachtende Bereich kann sich auch über die Grenzen des eigentlichen Arbeitsplatzes hinaus erstrecken.
3.3 Methoden zur Verringerung von Störungen
Ausführliche Maßnahmen zur Reduzierung elektromagnetischer Emissionen sind in folgender Norm beschrieben:
EN 60974-9 – Lichtbogenschweißeinrichtungen, Teil 9: Installation und Gebrauch.
Kapitel 4 – Konformität mit Normen
Die Plasmaschneider SPARTUS® ProCUT 85CNC und ProCUT 125CNC entsprechen den einschlägigen europäischen Richtlinien und harmonisierten Normen.
Angewandte EU-Richtlinien
Niederspannungsrichtlinie (LVD)
2014/35/EU
Regelt die elektrische Sicherheit von Geräten innerhalb bestimmter Spannungsbereiche.
EMV-Richtlinie
2014/30/EU
Regelt die elektromagnetische Verträglichkeit elektrischer Geräte.
Harmonisierte Normen
EN 60974-1
Lichtbogenschweißeinrichtungen – Teil 1: Stromquellen für das Schweißen.
EN 60974-10
Lichtbogenschweißeinrichtungen – Teil 10: Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit.
4.1 CE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung befindet sich auf dem Typenschild und/oder auf der Vorderseite des Gerätes.
4.2 Typenschild
Das Typenschild sowie die Seriennummer befinden sich auf der Unterseite des Gerätegehäuses.
Als Nächstes kann ich Kapitel 5 bis 7 (Gerätebeschreibung, technische Daten, Installation, Anschluss, Bedienfeld, CNC-Anschluss und Schneidprozess) vollständig ins Deutsche übersetzen.
5.1 Gerätebeschreibung
Die SPARTUS® ProCUT 85CNC und ProCUT 125CNC sind moderne Inverter-Plasmaschneidanlagen mit integriertem CNC-Steueranschluss. Sie wurden für das Schneiden von Metallen und anderen elektrisch leitfähigen Werkstoffen entwickelt und werden mit einer dreiphasigen Netzversorgung von 400 V betrieben.
Durch den Einsatz moderner Invertertechnologie werden folgende maximale Schneidleistungen erreicht:
| Modell | Max. Schneidstrom | Max. Materialstärke |
|---|---|---|
| ProCUT 85CNC | 65 A | 40 mm |
| ProCUT 125CNC | 100 A | 55 mm |
Besondere Merkmale:
- Berührungslose Pilotlichtbogenzündung
- Keine HF-Hochfrequenzzündung erforderlich
- Höhere Standzeit der Verschleißteile
- Saubere Schnittkanten
- LCD-Anzeige
- Stufenlose Stromregelung
- Einstellbarer Arbeitsdruck
- 2T-/4T-Betriebsarten
- CNC-Anschluss für Schneidtische
Die Geräte eignen sich für:
- Industrie
- Metallverarbeitung
- Fertigungsbetriebe
- CNC-Plasmaschneidanlagen
5.2 Bestimmungsgemäße Verwendung
Die Geräte sind ausschließlich zum thermischen Trennen mittels Plasmaschneiden bestimmt.
Geeignete Werkstoffe:
- Baustahl
- Edelstahl
- Aluminium
- Kupfer
- Messing
- Andere elektrisch leitfähige Materialien
Kapitel 6 – Technische Daten
6.1 Betriebs-, Lager- und Transportbedingungen
Betriebsbedingungen
Umgebungstemperatur:
- Betrieb: −10 °C bis +40 °C
Luftfeuchtigkeit:
- bis 50 % bei +40 °C
- bis 90 % bei +20 °C
Weitere Anforderungen:
- Umgebung möglichst staubarm
- keine aggressiven Säuren oder korrosiven Stoffe
- Geräteaufstellung maximal 10° Neigung
Lagerung und Transport:
-
−20 °C bis +55 °C
Einschaltdauer
Die Einschaltdauer beschreibt die Zeit innerhalb eines 10-Minuten-Zyklus, während der mit voller Belastung gearbeitet werden kann.
Beispiel:
- 60 % Einschaltdauer
- 6 Minuten Schneiden
- 4 Minuten Abkühlpause
Alle Angaben gelten bei 40 °C Umgebungstemperatur.
Überhitzungsschutz
Bei Übertemperatur schaltet das Gerät automatisch ab.
Vorgehensweise:
- Gerät eingeschaltet lassen.
- Lüfter weiterlaufen lassen.
- Auf Abkühlung warten.
Die Wiederherstellung kann bis zu 15 Minuten dauern.
Schutzart
Schutzklasse: IP21S
Bedeutung:
- Einsatz in überdachten Bereichen
- Für Außeneinsatz geeignet
- Nicht für Betrieb bei Regen ohne Schutz vorgesehen
6.2 Technische Parameter
Merkmal ProCUT 85CNC ProCUT 125CNC Netzversorgung 3 × 400 V ±10 % Schneidstrom 20–65 A 20–100 A Max. Schnittstärke 40 mm 55 mm Einschaltdauer 90 % 100 % Arbeitsspannung 88–106 V 88–125 V Empfohlener Druck 5,5 bar 5,5 bar Kompressorleistung 250 l/min 250 l/min Nachströmung Gas Ja Ja Pilotlichtbogen Ja Ja 2T / 4T Ja Ja Stromaufnahme 20 A 28 A Leistungsfaktor 0,7 0,76 Wirkungsgrad 85 % 85 % Isolationsklasse H H Schutzart IP21S IP21S Gewicht 26,5 kg 32 kg Abmessungen 770 × 270 × 490 mm 770 × 270 × 490 mm
Kapitel 7 – Installation und Betrieb
Warnhinweis
Die Geräte sind für professionelle und industrielle Anwendungen bestimmt.
Installation und Betrieb dürfen ausschließlich durch entsprechend qualifizierte Fachkräfte erfolgen.
7.1 Richtige Kühlung
- Gerät auf trockener, ebener Fläche aufstellen.
- Rutschige oder stark geneigte Flächen vermeiden.
- Lüftungsöffnungen frei halten.
- Mindestabstand zu Wänden: 50 cm.
7.2 Transport
Das Gerät darf ausschließlich am vorgesehenen Tragegriff bewegt werden.
Ist der Tragegriff beschädigt, muss er durch einen autorisierten Servicebetrieb ersetzt werden.
7.3 Geräteaufbau
Die Abbildung auf Seite 13 zeigt folgende Komponenten:
| Pos. | Beschreibung |
|---|---|
| 1 | Tragegriff |
| 2 | Bedienfeld |
| 3 | SK-Anschluss „+“ |
| 4 | Brenneranschluss „−“ |
| 5 | CNC-Anschluss |
| 6 | Hauptschalter EIN/AUS |
| 7 | Halter Luftaufbereitung |
| 8 | Druckluftanschluss |
| 9 | Luftaufbereitungseinheit |
| 10 | Druckregler |
| 11 | Netzkabel |
7.4 Netzanschluss
Vor dem Anschluss:
- Netzspannung prüfen.
- Netzkabel auf Beschädigungen kontrollieren.
- Stecker und Kabelverbindungen überprüfen.
- Nur an geerdete Steckdosen anschließen.
Beschädigte Kabel oder lose Verbindungen dürfen nicht verwendet werden.
Anschluss des 400-V-Netzsteckers
Anschlussbelegung:
- L1 = Phase
- L2 = Phase
- L3 = Phase
- PE = Schutzleiter
- N = Neutralleiter
PE und N dürfen niemals gebrückt werden, da sonst Lebensgefahr durch Stromschlag besteht.
7.5 Anschluss des Gerätes
Vor sämtlichen Anschlussarbeiten:
- Gerät ausschalten
- Netzstecker ziehen
Anschluss des Plasmabrenners
- Kontrolle der Steuerpins.
- Brennerstecker in Anschlussbuchse einsetzen.
- Auf korrekte Ausrichtung achten.
- Überwurfmutter festziehen.
- Verbindung auf festen Sitz prüfen.
Anschluss der Druckluft
Die Druckluft muss frei sein von:
- Öl
- Wasser
- Schmutzpartikeln
- Kondensat
Dafür sind geeignete Filter und Wasserabscheider einzusetzen.
Vorgehensweise:
- Luftaufbereitung prüfen.
- Kompressordruck kontrollieren.
- Maximal zulässiger Eingangsdruck: 10 bar.
- Druckluftleitung anschließen.
- Auf Dichtheit prüfen.
- Druckregler öffnen.
- Arbeitsdruck auf 5,5 bar einstellen.
Inbetriebnahme
- Brenner anschließen.
- Druckluft anschließen.
- Massekabel am Pluspol anschließen.
- Netzanschluss herstellen.
- Gerät einschalten.
- Schneidbetrieb starten.
7.6 Bedienfeld
Das Bedienfeld besteht aus:
- LCD-Anzeige
- Umschalter 2T / 4T
- Drehknopf Schneidstrom
- Taste „Air Check“
Anzeigeelemente:
- Stromanzeige
- Betriebsart
- Luftdruckkontrolle
7.6.1 Betriebsarten
2T-Betrieb
- Taster drücken → Schneiden startet
- Taster loslassen → Schneiden stoppt
4T-Betrieb
- Taster drücken und loslassen → Schneiden startet
- Erneut drücken und loslassen → Schneiden stoppt
Air-Check-Funktion
Mit der Taste „PRESSURE“ wird der Luftstrom geprüft.
Normalzustand:
- Druckwert wird angezeigt
Fehlerfall:
- Meldung „E12 Undervoltage“
- Luftdruck zu gering oder Luftweg blockiert
7.7 Zentralanschluss
Der Brenner und das Gerät verfügen über einen Zentralanschluss für Stromversorgung und Steuersignale. Die genaue Pinbelegung ist in der Abbildung auf Seite 18 dargestellt.
7.8 CNC-Anschluss
Die Geräte können als Stromquelle für CNC-Plasmaschneidtische eingesetzt werden.
Die Kommunikation zwischen CNC-Steuerung und Stromquelle erfolgt über die CNC-Schnittstelle. Die Anschlussbelegung ist auf Seite 18 dargestellt.
Fehlermeldungen
E01 Overheat
Gerät überhitzt.
Nach ausreichender Lüfterkühlung kann der Betrieb fortgesetzt werden.
E10 Missing Phase
Eine Netzphase fehlt.
7.9 Der Schneidprozess
Die SPARTUS® ProCUT 85CNC / 125CNC sind mit einem berührungslosen Pilotlichtbogensystem ausgestattet. Zum Zünden des Plasmalichtbogens muss die Düse die Werkstückoberfläche nicht berühren. Dadurch werden die Verschleißteile geschont und die Schnittqualität verbessert.
Für das manuelle Plasmaschneiden sollten die mitgelieferten Abstandshalter des Brenners verwendet werden.
Wichtige Hinweise:
- Das Werkstück muss korrekt durchstochen werden.
- Der Brenner muss mit gleichmäßiger Geschwindigkeit geführt werden.
- Die Schnittgeschwindigkeit muss so gewählt werden, dass eine vollständige Materialdurchdringung gewährleistet bleibt.
Austausch von Düse oder Elektrode
Die Verschleißteile müssen ersetzt werden, wenn:
- die Düsenöffnung verformt oder ausgeschlagen ist,
- die Elektrode Vertiefungen von mehr als 1 mm aufweist,
- grüne Flammen im Lichtbogen auftreten,
- die Schnittfuge schräg oder ungewöhnlich breit wird,
- der Lichtbogen nicht mehr konzentriert ist.
7.10 Spannungsteiler (Voltage Divider)
Der CNC-Ausgang liefert die Lichtbogenspannung für CNC-Steuerungen.
Vor dem Anschluss ist die Spannung zwischen Pin 5 und Pin 6 des CNC-Anschlusses zu messen. Die maximale Ausgangsspannung beträgt 18 V.
Auswahl des Teilungsverhältnisses
Werkseitig ist der Spannungsteiler auf 20:1 eingestellt.
Verfügbare Einstellungen:
| Verhältnis | DIP-Schalter |
|---|---|
| 20:1 | Schalter 1 EIN |
| 30:1 | Schalter 2 EIN |
| 40:1 | Schalter 3 EIN |
| 50:1 | Schalter 4 EIN |
Änderung der Einstellung
- Gerät ausschalten.
- Netzstecker ziehen.
- Gehäuseabdeckung entfernen.
- DIP-Schalter auf der linken Geräteseite lokalisieren.
- Gewünschtes Teilungsverhältnis einstellen.
7.11 Empfohlene Plasmabrenner
Für ProCUT 85CNC
Empfohlener Brenner:
SPARTUS® SP80H / SP80M (PT80™)
Die Dokumentation enthält die vollständige Ersatzteilliste mit:
- Brennerkopf
- O-Ringen
- Schaltergriff
- Maschinengriff
- Elektrode
- Wirbelring (Swirl Ring)
- Düsen verschiedener Stromstärken
- Schutzkappen
- Abstandshaltern
- Fugenhobeldüsen
Die Strombereiche reichen von etwa 30 A bis 80 A.
Für ProCUT 125CNC
Empfohlener Brenner:
SPARTUS® SP100H / SP100M (PT100™)
Verfügbare Verschleißteile:
- Elektroden
- Standarddüsen
- Langdüsen
- Schutzkappen
- OHMIC-Schutzkappen
- Hand- und Maschinenversionen
- Fugenhobelkomponenten
Die Strombereiche reichen von 30 A bis 120 A
Kapitel 8 – Wartung
Sicherheitshinweis
Vor Wartungs- oder Reparaturarbeiten:
- Gerät vom Netz trennen.
- Mindestens 5 Minuten warten.
- Kondensatoren vollständig entladen lassen.
Auch danach ist vorsichtig zu arbeiten, da Restspannungen vorhanden sein können.
Wartungs- und Reparaturarbeiten dürfen ausschließlich von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden.
Tägliche Kontrolle
Vor jedem Einsatz prüfen:
- Gehäuse
- Bedienfeld
- Schalter und Regler
- Netzkabel
- Netzstecker
- Kabelisolierungen
- Steckverbindungen
- Lüfterfunktion
- Lüftungsöffnungen
- Luftaufbereitungseinheit
- Filter und Kondensatabscheider
- Brenner und Verschleißteile
Beschädigte Kabel müssen ersetzt werden. Lose Verbindungen sind zu befestigen.
Monatliche Wartung
Mindestens einmal pro Monat:
- Gerät innen mit Druckluft reinigen.
- Nur geringen Luftdruck verwenden.
- Elektrische Verbindungen kontrollieren.
- Lose Anschlüsse nachziehen.
Bei staubiger Umgebung häufiger reinigen.
Jährliche Wartung
Einmal pro Jahr sollte das Gerät zur Inspektion an einen autorisierten Servicebetrieb eingesendet werden.
Kapitel 9 – Umweltschutz
Elektrische und elektronische Geräte dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden.
Das Gerät ist entsprechend der europäischen WEEE-Richtlinie 2012/19/EU zu entsorgen.
Wichtige Hinweise:
- Lokale Entsorgungsvorschriften beachten.
- Elektrogeräte getrennt sammeln.
- Recyclingvorgaben einhalten.
Zusätzlich weist der Hersteller darauf hin, dass für die Entsorgung entsprechende Entsorgungskosten gemäß den jeweils gültigen Vorschriften anfallen können.
Bei wassergekühlten Brennern sind die Hinweise zur verwendeten Kühlflüssigkeit zu beachten.
Kapitel 10 – Störungsbeseitigung
Nicht jede Störung bedeutet einen Defekt des Gerätes. Viele Fehler können vom Bediener selbst überprüft und behoben werden. Während der Garantiezeit dürfen Reparaturen ausschließlich durch autorisierte Servicezentren durchgeführt werden.
Probleme nach dem Einschalten
Lüfter läuft nicht, Gerät schneidet nicht
Mögliche Ursachen:
- Netzphase fehlt
- Hauptplatine defekt
Meldung „Undervoltage“
Mögliche Ursache:
- Luftdruck zu niedrig
Meldung „Overheat“
Mögliche Ursachen:
- Lüfter blockiert
- Luftstrom blockiert
- Gerät überhitzt
- Netzspannung außerhalb des zulässigen Bereichs
Probleme mit dem Plasmalichtbogen
Kein Lichtbogen beim Betätigen des Brennertasters
Mögliche Ursachen:
- Schutzkappe falsch montiert
- Düse oder Elektrode falsch montiert
- Luftdruck zu hoch oder zu niedrig
Pilotlichtbogen wird nicht zum Schneidlichtbogen
Mögliche Ursachen:
- Schlechte Verbindung zwischen Brenner und Stromquelle
- Massekabel nicht am Werkstück angeschlossen
Lichtbogen erlischt während des Schneidens
Mögliche Ursachen:
- Gerät überhitzt
- Luftdruck zu niedrig
- Verschleißteile verbraucht
Probleme beim Schneiden
Kein Gasfluss trotz eingeschaltetem Gerät
Mögliche Ursachen:
- Druckluftleitung nicht angeschlossen
- Luftdruck zu niedrig
Geringe Schneidleistung
Mögliche Ursache:
- Schneidstrom zu niedrig eingestellt
Schlechte Schnittqualität
Mögliche Ursachen:
- Schneidstrom zu gering
- Vorschubgeschwindigkeit zu hoch
- Öl oder Feuchtigkeit in der Druckluft
- Luftdruck zu niedrig
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